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CNE (chronische Nierenerkrankung)/CNI (chronische Niereninsuffizienz)

Allgemein:

CNE (chronische Nierenerkrankungen), früher bezeichnet als CNI (chronische Niereninsuffizienz) entwickelt sich über Monate oder Jahre. Eine Niereninsuffizienz kann aber auch akut auftreten.
Es handelt sich um eine strukturelle oder funktionelle Abnormität einer oder beider Nieren mit unterschiedlicher Ausprägung. Die Funktion der Niere(n) lässt nach und es werden nicht mehr ausreichend harnpflichtige Substanzen ausgeleitet (Retention) . Folge: Störungen im Elektrolyt, Säure-Basen- und Wasserhaushalt. Es entwickelt sich langsam eine Urämie (Harnvergiftung).
Ursachen einer akuten Niereninsuffizienz können z.B. sein: schwere Entzündungen, Blutvergiftung(Sepsis), Störung des Herz-Kreislaufsystems, Aufnahme von nierenschädlichen Medikamenten oder Giftstoffen, Infektionserkrankungen.
Ursachen einer chronischen Niereninsuffizienz können z.B. sein: Entzündungen, Nierensteine, Tumoren, Erkankungen des Immunsystems, angeborene Erkrankungen (z.B. Zystennieren), bei älteren Hunden häufig unbekannter (idiopathischer) Ursache = chronisch generalisierte Niereninsuffizienz.
Wenn die Niere(n) durch die Ursachen einer akuten Niereninsuffizienz dauerhaft geschädigt ist, kann daraus eine chronische Niereninsuffizienz entstehen.

Krankheitsbild:
Anfangs kann der Hund lange Zeit das Nachlassen der Nierenfunktion kompensieren und zeigt keine oder nur geringe Anzeichen. Erst wenn ca. 2/3 der Niere(n) nicht mehr funktionieren (das entsprechende Nierengewebe ist irreparabel zerstört), zeigen sich Symptome.
Bei einem akuten Geschehen tritt typischerweise Erbrechen und Durchfall sowie gestörtes Fressverhalten auf. Er setzt wenig oder keinen Urin ab.
Bei einem chronischen Geschehen wird der Hund ruhiger (Lethargie), verliert an Gewicht (verminderter oder wechselnder Appetit), trinkt mehr (Polydipsie), setzt häufiger Urin ab (Polyurie), unfreiwilliger Harnabgang (Inkontinenz). Es können Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung auftreten. Weitere Anzeichen: Fellveränderungen, Zahnfleischentzündung, Bildung von Zahnstein, Mundgeruch (urämisch).

Diagnostik:
Je früher eine Nierenerkrankung erkannt und behandelt wird, umso erfolgreicher ist eine Therapie. Daher ist bei der Diagnostik die Ursachensuche von größter Bedeutung.
Wichtige Diagnostiken sind: Bestimmung der glomerulären Funktion (Messung der glomerulären Filtrationsrate GFR), Screening-Tests: Messung Serum-Kreatinin und Serum-Harnstoff, Clearance-Bestimmungen (sinnvoll, wenn Kreatinin und Harnstoff im Referenzbereich liegen), UPC (Messung Urin-Protein-Kreatinin-Quotient), Röntgen und Ultraschall der Nieren.
- Diagnostik aus Blut und Harn            Quelle: Laboklin
- Diagnostik aus Blut und Harn            Quelle: Idexx

- Diagnostik renaler Biomarker           Quelle: Idexx

Behandlung:
Die CNE/CNI ist nicht heilbar, daher ist das wichtigste Ziel, das noch funktionierende Nierengewebe möglichst lange zu erhalten. Die Ernährung muß umgestellt werden, enthält wenig, aber hochwertiges Eiweiß. Durch die vermehrte Urinauscheidung muß ständig frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Hiermit wird der Verlust von Körperflüssigkeiten vermieden, was zu noch schlechterer Nierendurchblutung führen würde. Gabe von Vitamin B + C. Gemäß neueren Studien werden zum Nierenschutz auch ACE-Hemmer (Herzmedikament) eingesetzt. Infusionstherapie (intravenöse Flüssigkeitszufuhr), vorzugsweise mit isotonischer Kochsalzlösung (NaCl 0,9%). Auch homöopathisch in Absprache mit einer/m Tierheilpraktiker/in kann die Nierenfunktion unterstützt werden. Per Bioresonanz wird getestet, welche Arzneimittelsubstanzen mit dem Organismus konform gehen.